Marxloh – Stadtteilportrait

pollmannhaus
Das Pollmannhaus von 1929 (Architektur: „American style building“)

Übersicht

Der im Norden des Duisburger Stadtgebietes gelegene Stadtteil Marxloh ist durch seine durch die Stahlindustrie geprägte Vergangenheit – und Gegenwart – gekennzeichnet.
Die um das Jahr 2000 (IBA) durchgeführten Stadterneuerungsmaßnahmen, wie z.B. der Umbau der Weseler Straße und die Sanierung der altehrwürdígen Gebäude am Pollmannkreuz, zu einem attraktiven Stadtbild bei. Es lohnt sich wieder, in Marxloh zu investieren! – Diese Stimmung ist vielerorts zu erkennen.
Neben den zahlreichen Neu- und Umbaumaßnahmen, Fassadengestaltungen und Geschäftseröffnungen sind vor allem die vielen bürgerschaftlich getragenen Erneuerungsaktivitäten unerlässlich. Die Marxloher Brautmodenmeile und ihr „Made in Marxloh- Image“ sind inzwischen weit über die Landesgrenzen bekannt geworden.
Die Menschen in Marxloh – Deutsche und Nichtdeutsche – schließen sich zusammen, um an der Realisierung gemeinsamer Interessen zu arbeiten, die unabhängig von Herkunft und Religion allen gleichermaßen zugute kommen.

Stadion Schwelgern
Winter 2005 im Schwelgern-Stadion (Erbaut als „Volkspark Schwelgern“ der Stadt Hamborn um 1925)

Was Marxloh den Namen gab

Aus der ländlichen Vergangenheit Marxlohs Zwischen Kreuzeskirche und Bahnhof kann man heute noch das Anwesen des einstigen Marxloher Schulten (Schöffe) entdecken. 1860 steht über dem Eingangsportal. Der Hof mit eigenem Zehntbezirk war aber schon vor 1400 dem Oberhof und Amtsbezirk Beeck unterstellt. Grundherr­schaftlich waren „Dienstmannensitze“ oder „Behandigungs­güter“ wie das in Marxloh von der Fürstäbtissin des Reichs­stiftes Essen abhängig.
Von dichten Baumkronen halb verdeckt. zeigt er sich heute von seiner Rückseite. Die Zufahrtswege sind verschwunden. Von der hier einmal entlang führenden Brandenburger Straße ist noch ein Alleerest vorhanden. Hinter dem Hof erstreckt undurchdringbar die „Nord-Südachse“.
Vom Aufnahmestandort aus gesehen scheint man dennoch ein Stück des alten“Lohfeldes“vor sich zu sehen. Es war das erste gerodete Land der Lohhöfe und des Marxloh­Hofes.
Ein Rest des ehemaligen Marxloher Waldes hat sich als Buchenbestand des Jubiläumshain in unsere Zeit gerettet. Der Ortsname Marxloh sagt aus, daß sich in unserem Fall. hier am Waldgebiet (loh lat.:lukus) eine sumpfige Stelle (Mersk, Marsch) befand. Eine später noch vorhandene Wiesenmulde war. wie alte Flurkarten zeigen. der Rest eines Teiches und frühen Wehrgrabens. Auf der „Insel“ stand noch im 17. Jh. ein Turm(„Spyker“). Einen Marxloher Bach gab es auch, er entsprang hier und mündete an der Sand­furth kurz vor den heutigen Grillo-Werken in den Beeckbach.